Maare - die Augen der Vulkaneifel

Die Bezeichnung "Maar" ist abgeleitet vom lateinischen Wort "mare" (= Meer), von den Einheimischen werden die Vulkane liebevoll "Augen der Eifel" genannt. Heute gibt es noch 10 der dunkelblauen, häufig fast kreisrunden Maarseen in der Eifel. 

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Fachleute zählen jedoch noch über 70 Maare in der Vulkaneifel, die meisten sind jedoch bereits verlandet und tragen Moore in ihrem Krater, die eine seltene Flora und Fauna tragen. Man unterscheidet hier schlicht und einfach zwischen Maarseen und Trockenmaaren. Entstanden sind diese trichterförmigen Vulkantypen durch Wasserdampfexplosionen beim Zusammentreffen von Grundwasser und heißem Magma, die letzten bekannten Ausbrüche liegen min. 11.000 Jahre zurück. Also keine Angst – die Maare sind völlig ungefährlich! Meist präsentieren sie sich als in die Landschaft "eingesprengte", schüsselartige Form, die von einem Ringwall aus Auswurfmaterial umgeben ist.

 

Die bekanntesten Vulkane sind die Dauner Maare, allesamt Maarseen:

  • Der kleinste der berühmten Eifel-Augen ist das Gemündener Maar. Er wirkt wie verzaubert mit seinem tiefblauen Wasser, umgeben von dem grünen Wald. Schwimmen ist hier, genauso wie Angeln und Bootfahren, erlaubt.
  • Das Weinfelder Maar ist vor 20.000 bis 30.000 Jahren entstanden und viele Sagen ranken sich um das stille Eifelauge. Die einzigartige Flora und Fauna ist hier unter Schutz gestellt.
  • Das älteste der drei Maare ist das beliebte Schalkenmehrener Maar. Bei seinem Ausbruch ist ein Doppelmaar entstanden und heute ist sein westlicher Trichter mit Wasser gefüllt. Baden ist hier, genau wie andere Wassersportarten, erlaubt.

 

Eine Reise zu den Vulkanen der Eifel können wir Ihnen nur herzlichst empfehlen! Weiter Ínformationen zu Vulkanismus in der Eifel finden Sie hier. Ein besonders schöner Wanderweg ist die 3-Maare-Tour.